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Vor dem Studium startet David eine Systeminformatiker-Lehre

Nach seiner Ausbildung will David Gebel seine praktischen Kenntnisse durch ein Studium der Elektrotechnik vertiefen.

Eigentlich sei die Bezeichnung Systeminformatiker irreführend, räumt David ein. Die Ausbildung habe nämlich viel mehr mit Elektronik als mit Informatik zu tun. Doch genau das ist es, was ihn interessiert. Schon bei seiner Facharbeit habe er sich mit einem Thema aus der Elektrotechnik befasst, erzählt er: „Ich habe den Linearmotor des Transrapids analysiert und nachgebaut.“ Nun unterzieht er seine Begeisterung für Technik dem Praxistest.

Danach noch ein Studium dranhängen

Seinem Betrieb habe er von Anfang an mitgeteilt, dass er eigentlich studieren wolle: „Das war immer mein Plan und das habe ich auch gleich beim Vorstellungsgespräch gesagt.“ Seitens der Firma sei diese Herangehensweise jedoch sehr positiv aufgenommen worden. Weiterbildung werde im Unternehmen gefördert: „Viele unserer Azubis gehen nach ihrem Abschluss auch auf die BOS, um das Abi nachzumachen.“

Zunächst verschafft sich David jedoch Einblick, wie das Handwerkszeug eines Ingenieurs aussieht. Als angehender Systeminformatiker ist er direkt an der Entwicklung technischer Neuerungen beteiligt – von der ersten Baugruppe bis zum fertigen Gerät. In Davids Ausbildung geht es dabei etwa um Funkgeräte für die Kommunikation mit den Piloten in den Towern am Flughafen, Hochfrequenzsender oder Messgeräte zum Testen von Handys.

Erfinderische Ideen und handwerkliches Geschick

„Wir sind die helfende Hand der Ingenieure“, erklärt er. Gefragt seien dabei aber auch erfinderische Ideen. Die Azubis konzipieren etwa Schaltungen oder schreiben kleine Computerprogramme, zum Beispiel ein Skript, mit dem automatische Temperaturmessungen herbeigeführt werden, so dass verhindert wird, dass bestimmte Bauteile zu heiß werden. Informatik mache jedoch nur etwa 30 Prozent der Ausbildung aus: „Aber gerade diese Mischung aus Technik und EDV ist sehr abwechslungsreich.“ Außerdem unterstützen die Systeminformatiker die Ingenieure beim Messen und Prüfen ihrer Entwicklungen. Erlernt werden dabei auch handwerkliche Tätigkeiten wie löten, bohren und feilen.

Handwerk stand nie zur Debatte

Sein erstes Lehrjahr hat David in der Ausbildungswerkstatt des Betriebs verbracht. „Einen Blaumann müssen wir aber nicht anziehen“, räumt er ein. Ein rein handwerklicher Beruf habe für ihn nie zur Debatte gestanden: „Aber wenn man den ganzen Tag vor dem Rechner sitzt, ist es eine angenehme Unterbrechung, mal mit einem Lötkolben an einer Schaltung zu arbeiten.“

Tief in der Materie

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