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Das einwöchige Praktikum ist Pflicht

Echte Handarbeit: die Reparatur eines Waldhorns in den Werkstätten von Yamaha in Rellingen
Eine besondere Liebe zum Beruf haben Musikinstrumentenmacher

Viele Betriebe bieten die Möglichkeit eines Praktikums. Für Ausbilder Eddie Veit und Jonas Lange ist es sogar eine Voraussetzung, den Lehrlingsanwärter zunächst im Praktikum kennenzulernen. „Für mindestens eine Woche sollte er in der Werkstatt mitarbeiten, damit man sich ein Bild davon machen kann, ob er die handwerklichen und persönlichen Voraussetzungen erfüllt“, fordern beide. Schließlich sei der Musikinstrumentenbau kein Beruf für Leute, die noch händeringend eine Lehrstelle suchen, sondern für Menschen, die ein gewisses Maß an Idealismus und Liebe zum Beruf mitbringen. Genau das könne man in einem Praktikum auf die Probe stellen.

Meisterprüfung

Wer die Ausbildung zum Musikinstrumentenbauer erfolgreich absolviert hat, kann danach die Meisterprüfung ablegen und sich damit weiterqualifizieren. „Berufliche Perspektiven bieten sich dann im Grunde weltweit“, schildert Eddie Veit. „Es gibt viele Betriebe, die Musikinstrumente produzieren oder reparieren. Ich bin davon überzeugt, dass ein guter Instrumentenmacher immer eine Arbeit haben wird“, so Eddie.

Allerdings bleibt zu erwähnen, dass man als Instrumentenmacher nicht „reich“ wird. Wenn jemand zum schnellen Geld kommen möchte, ist er in dieser Berufssparte sicherlich am falschen Platz. Und Jonas betont noch: „Da wir im Holzbereich verschiedene Typen von Instrumenten haben und diese auch ihre ganz speziellen Eigenschaften und Tücken haben, lernt man in diesem Beruf nie aus.“ Auch seien die Vorstellungen von Klang und Handhabung sehr individuell und somit müsse man bei verschiedenen Musikern natürlich auch immer andere Dinge optimieren und bearbeiten.

Zur Berufsschule nach Ludwigsburg

Zu der Ausbildung gehört natürlich auch der Besuch der Berufsschule. Seit jeher befindet sich diese in Ludwigsburg und auch schon Jonas und Eddie haben die Oscar-Walcker-Schule besucht. „Im Grunde genommen hat sich dort nicht viel verändert. Auch unsere Azubis sind dort zwei Mal im Jahr 6-8 Wochen am Stück untergebracht und zum Teil unterrichten sogar noch die gleichen Lehrer“, erklärt Jonas.

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