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Perspektiven der Ausbildung

Wer in der Lebensmittelbranche lernt, wird am Ende der Ausbildung auch im Bereich Warenkunde geprüft
Wurstplatten zu dekorieren fordert auch Kreativität

5vor12: Welche Perspektiven gibt es mit dieser Ausbildung?

Christine Lühr: Nach Abschluss beider Ausbildungen besteht die Möglichkeit sich zum Ausbilder fortzubilden, sowie die Weiterbildung zum Handelsfachwirt des Handels.  Aufbauend auf die Ausbildung zum Fleischer  kann die Meisterprüfung abgelegt werden. Die Meisterprüfung befähigt sogar zu einem Studium. Daneben besteht die Möglichkeit sich zum Fleischtechniker weiter ausbilden zu lassen.

5vor12: Sie haben ja schon berichtet, dass neben dem handwerklichen Geschick auch viel Kreativität gefragt, etwa beim Herrichten von Platten für ein Büffet. Was gehört sonst noch zu den Aufgaben eines sehr gut ausgebildeten Mitarbeiters im Bedienungsbereich?

Christine Lühr: Heutzutage stehen Fachverkäufer nicht nur hinter dem Tresen und warten auf Kundschaft. Sie agieren auch als Ernährungsberater und müssen sehr gut über gesundheitsbewusste Ernährung Bescheid wissen – und auch was Lebensmittelallergien anbelangt. Daneben müssen sie Werbung für ihre Produkte machen. Zum Beispiel indem sie den Kunden Gerichte aus eigener Herstellung anbieten und diese natürlich verkaufen. Der Beruf bietet also, wie ihre Frage schon andeutet, eine sehr vielseitige Tätigkeit: von der Ausübung des Handwerks, bis zur kreativen Präsentation und dem Verkauf.

Der Fleischer kümmert sich neben der Zubereitung des Fleisches um den Einkauf von Waren, auch um die Buchführung und die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften. Er erstellt die Personaleinsatzpläne und kalkuliert neue Produkte. Ein Fleischer hat bei uns also jede Menge Verantwortung, nicht nur was die Ware angeht, sondern auch was Verkaufszahlen und sein Team angeht.

5vor12: Warum haben Sie sich für einen Beruf im Bedienungsbereich entschieden?

Christine Lühr: Ich habe nach der Schule selbst mit der Ausbildung zur Fachverkäuferin begonnen und mich danach zur Fleischerin ausbilden lassen. Alles bei der coop eG, bei der ich Anfang August diesen Jahres mein 25-jähriges Firmenjubiläum gefeiert habe! Ich denke, das spricht wirklich dafür, dass ich mit der Wahl der Berufe Fachverkäuferin und Fleischerin die richtige Entscheidung getroffen habe.

Ich empfinde beide Berufe als sehr facettenreich und man kann seine „kreative Seite“ im Beruf voll ausleben. Das hat mir persönlich immer am besten gefallen.

Nachdem ich einige Zeit als Fleischerin tätig war, wechselte ich  in die Zentrale der coop eG, um den theoretischen Unterricht für unsere Auszubildenden im Bedienungsbereich zu übernehmen. Seit ich 1999 meinen Fleischermeister-Lehrgang erfolgreich abgeschlossen habe, unterrichte ich die Azubis hauptsächlich in der Praxis. Jetzt bin ich seit 18 Jahren als Ausbilderin in der Personalentwicklung tätig und es macht mir großen Spaß, jungen Menschen das Handwerk der beiden Berufe beizubringen. Ich glaube, mein eigener Werdegang zeigt ganz gut auf, wie weit man es in diesem Beruf bringen kann

5vor12: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg weiterhin!

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(Stand: 21.08.2013)

 
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