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Kreativ beim Wurststrauß-Binden

Fingerfertigkeit ist gefragt, etwa wenn Wurstplatten gelegt werden müssen
Warenkunde ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum Fleischer

Christine Lühr, Fleischermeisterin in der Kieler Ausbildungsakademie der coop eG, erzählt uns im Interview, wie sie Schüler auf den Geschmack bringt, eine Ausbildung im Bedienungsbereich (Fleisch, Wurst und Käse) in den Sky-Verbrauchermärkten zu starten.

5vor12: Warum ist eine Ausbildung im Bedienungsbereich für junge Bewerber attraktiv?

Christine Lühr: Wer gerne mit Menschen zu tun hat und zudem gerne mit den Händen arbeitet, ist im Beruf des Fachverkäufers im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Fleischerei, genau richtig. Der Kontakt zu den Kunden nimmt eine zentrale Stelle in diesem Berufsfeld ein. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, aber der Beruf der Fachverkäufer umfasst viele verschiedene Aufgabenbereiche, wie beispielsweise die Tresengestaltung, neue Produkte den Kunden zum Verkosten anbieten und Kunden beim Ausrichten von Festlichkeiten beraten. Langeweile kommt daher nie auf. Zudem ist es eine sehr kreative Arbeit. Es werden Bratenplatten gelegt und präsentiert, Kanapees, Geschenkideen und Feinkostsalate hergestellt.

Der Beruf des Fleischers, verkaufsbetont, ist ebenfalls sehr vielseitig: Von der Zerlegung des Fleisches bis zur Veredelung, sprich der Herstellung von beispielsweise Grillspezialitäten, gefülltem Braten und hausgemachter Wurst. Der Kundenkontakt nimmt ebenfalls eine zentrale Rolle ein.

5vor12: Wer gehört zum Bewerberkreis, eher Jungs, eher Mädchen?

Christine Lühr: Für die Ausbildung zum Fachverkäufer haben wir definitiv mehr Bewerbungen von jungen Frauen, während sich mehr junge Männer für den Beruf des Fleischers entscheiden.

5vor12: Welche Voraussetzungen sollte man beim Start in die Ausbildung mitbringen?

Christine Lühr: Neben einem guten Schulabschluss ist es uns bei beiden Ausbildungsberufen wichtig, dass die Bewerber Spaß daran haben, ihre Kreativität und Fingerfertigkeit mit in die Ausbildung einfließen zu lassen.

5vor12: Wo ist denn Kreativität gefragt?

Christine Lühr: Zum Beispiel beim Legen von Platten, Geschenkideen, Herstellung von Kanapees und der Dekoration der Ware im Tresen oder der Herstellung einer Wurstspezialität.

5vor12: Schildern Sie doch bitte kurz den Alltag eines  Azubi auf dem Weg zum Fachverkäufer und zum Fleischer?

Christine Lühr: Wir versuchen die Ausbildung zum Fachverkäufer so abwechslungs- und umfangreich zu gestalten, wie es der Beruf im Anschluss auch sein wird: Es werden Platten gelegt, gefüllter Rollbraten hergestellt, Verkaufsgespräche simuliert und es wird vermittelt, wie Präsente, zum Beispiel ein Wurststrauß, hergestellt werden und wie die Ware zu präsentieren ist. Besonderes Augenmerk legen wir auch auf Warenkenntnisse.

Auch die Ausbildung zum Fleischer wird von uns sehr abwechslungsreich gestaltet. Die Azubis lernen die Zerlegung von Tierkörpern, die Wurstherstellung, so wie die Herstellung von küchenfertigen Produkten. Auch die Beratung von Kunden steht auf dem Lehrplan.

Perspektiven der Ausbildung

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