Anmelden: Deine Vorteile
  • Persönliche Stellensuche
  • Magazin kostenlos bestellen
Jetzt anmelden
 

Schnuppern in den Ferien!

Beim Abmessen der Zutaten geht es um Milliliter
Die richtige Technik ist das A und O beim Brauen

Wer an einer Ausbildung zum Brauer und Mälzer interessiert ist, aber sicher seiner Sache noch nicht ganz sicher ist, sollte einfach mal bei einer lokalen Brauerei anrufen und dort in den Ferien zur Probe arbeiten! Ein kleiner Tipp: Nicht nur im Heimatort, sondern auch in der Umgebung suchen. Die Chancen, dann einen Ausbildungsplatz zu finden, steigen enorm. Und man lernt einfach auch neue Leute und Gesichter kennen, das kann im späteren Beruf von unschätzbarem Wert sein.

Blockunterricht im Internat

Begleitend zur Ausbildung im Betrieb wird regelmäßig die Berufsschule besucht. Der Unterricht ergänzt und vertieft die in der Praxis erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Aufgabe der Berufsschule ist es, fachliche Kenntnisse theoretisch zu untermauern und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Produktionsabläufen zu vermitteln. Die Auszubildenden lernen nicht nur, wie etwas zu tun ist, sondern auch, warum. Meist findet die Berufsschulausbildung als Blockunterricht statt. Das bedeutet: Einige Male im Jahr ist der Azubi dann in den meisten Bundesländern in einer Internatsschule.

Mit Abi und Mittlerer Reife abkürzen

Im Allgemeinen beträgt die Ausbildungszeit drei Jahre. Nach dem zweiten Jahr wird eine Zwischenprüfung abgelegt. Die Ausbildungszeit kann bei Mittlerer Reife um ein halbes Jahr und bei Abitur um ein Jahr verkürzt werden. Die Facharbeiterprüfungen werden vor den Handwerkskammern (HWK) oder den Industrie- und Handelskammern (IHK) abgelegt. Das richtet sich danach, welcher Kammer der Ausbildungsbetrieb angeschlossen ist.

Vielseitig muss man für die Ausbildung sein und anpacken können
In großen Kesseln wird gebraut

Während der dreijährigen Lehrzeit wird der Auszubildende Schritt für Schritt in die Arbeitstechniken und -praktiken eingeführt. So bekommt er Über blick über die eigene Arbeitsstätte sowie den Produktionsablauf, macht sich bekannt mit den Bestimmungen der Betriebsordnung und den Unfallverhütungsvorschriften. Wichtig ist, dass alle Sparten eines Betriebes durchlaufen werden: Mälzerei, Labor, Abfüll- und Verpackungsabteilung, Gär- und Reifungsabteilung, Lagerkeller, Fassabfüllung und Lager. Da immer weniger Brauereien eine eigene Mälzerei haben, sorgt der ausbildende Betrieb dafür, dass sein Azubi in einem mehrwöchigen Praktikum auch in einer Mälzerei die notwendigen Kenntnisse der Malzherstellung bekommt.

Berichtsheft ist für alle Azubis Pflicht

Über die gesamte Lehrzeit hinweg wird ein Berichtsheft geführt, das der Ausbilder – meist der Braumeister des Ausbildungsbetriebs – regelmäßig überprüft. Mindestens eine Zwischenprüfung sowie die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder vor der Handwerkskammer (HWK) werden als Ausbildungsnachweise verlangt.

Nach diesen drei Jahren soll jeder Brauer und Mälzer folgende Fähigkeiten haben: Kennen, Beurteilen und sachgemäßes Behandeln der Rohstoffe; Herstellung von Malz; Herstellung von Bier; Filtrieren und Abfüllen des Bieres; Bedienen und Warten der Maschinen und technischen Anlagen; Reinigen und Desinfizieren; Grundzüge der Betriebsüberwachung; Kältetechnik; Wärme- und Energieversorgung; Elektrotechnik sowie besondere Kenntnisse, wie die Herstellung von Spezialbieren oder alkoholfreien Getränken.

 zurück

(Stand: 13.08.2013)

 
Suche