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Seltene Berufe im Handwerk

Handwerk hat goldenen Boden

Das alte Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“ gilt noch heute: Wer es zum Meister und eigenen Betrieb bringt, kann ein gutes Auskommen erwarten. Jedoch ist so mancher Handwerksberuf, der bereits im Mittelalter entstand, inzwischen fast in Vergessenheit geraten.

Was du vielleicht noch nicht wusstest: Es gibt sie noch heute, die Hutmacher, die seit einem halben Jahrtausend für trockene und warme Köpfe sorgen. Seit mehr als 300 Jahren stellt auch der Bogenmacher die passenden Bögen für verschiedene Streichinstrumente wie Celli oder Geigen her. Die Bedürfnisse der Menschen haben sich nämlich nicht so sehr gewandelt, wie man vielleicht denken mag.

Mix aus Tradition und Moderne

Wir stellen dir eine Reihe althergebrachter Ausbildungsberufe vor, die bis heute überdauert haben – einfach, weil die Arbeit nicht durch Maschinen ersetzt werden konnte oder weil das Ergebnis nie so gut war wie in Handarbeit. Aber natürlich machen sich die modernen Handwerker auch neue Erkenntnisse ­zunutze – sie arbeiten mit anderen Materialien wie Kunststoffen oder kombinieren alte und neue Techniken.

Voraussetzungen für eine Handwerksausbildung

Du solltest gerne mit Materialien wie Holz, Stoff, Leder oder Edelsteinen umgehen, ­keine zwei linken Hände und vor allem Geduld haben. Denn die wirst du brauchen. Vor allem in der Ausbildung wirst du immer wieder dieselben Handgriffe üben, bis sie wirklich sitzen. Aber wenn das Ergebnis gut ist, sind die Handwerksberufe sehr befriedigend. Denn du siehst sofort, was du mit deinen eigenen Händen geschaffen hast.

Raum ist außerdem für deine Kreativität – was du machst, kommt nicht von der Stange, sondern trägt deine ganz persönliche Note. Nicht umsonst haben sich viele Handwerksberufe inzwischen zum Kunsthandwerk entwickelt. Wenn du eine künstlerische Ader hast, bist du deshalb im Handwerk gut aufgehoben.

Haben den Bogen raus: Bogenmacher!

Bogenmacher haben den Bogen raus

Bogenmacher reparieren und fertigen neue Bögen für Streichinstrumente wie Violine, Cello und Geige an. Dazu benutzen sie Pferdeschweifhaar, Leder für die Bespannung der Griffe und dekoratives Material wie Perlmutt oder Horn. Die Handwerker erstellen den ganzen Bogen im Alleingang: Vom ersten Entwurf bis zur letzten Politur.

Wusstest du eigentlich, dass in einem Bogen um die 220 Pferdehaare sind? Meistens werden sie von Schimmeln genommen, weil sie dann so schön weiß sind. Kundenwünsche zu berücksichtigen, gehört übrigens auch zum guten Ton bei Bogenmachern: Jeder Musiker braucht einen anderen Bogen, weil individuelle musikalische Bedürfnisse an die jeweiligen Bögen gestellt werden. Handwerk und Kunst liegen in diesem Beruf ganz dicht beieinander. Und wer weiß – vielleicht spielt ja Star-Geiger David Garrett einmal mit deinem Bogen?

Modisten und Sattler
Edelsteinschleifer und Holzspielzeugmacher

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