Anmelden: Deine Vorteile
  • Persönliche Stellensuche
  • Magazin kostenlos bestellen
Jetzt anmelden
 

Nichts mit nach Hause nehmen

Zu persönlich dürfe die Verbindung zu den Patienten jedoch nicht werden, warnt Jennifer: „Sonst bekommt man nämlich Schwierigkeiten, sich abzugrenzen.“ Immer wieder werde man im Krankenhaus auch mit schweren Diagnosen konfrontiert, die unter Umständen den Tod bedeuten können. Hier sei es wichtig, zwar Mitgefühl zu zeigen, aber dennoch nicht zuzulassen, dass die Schicksale an der eigenen Substanz zehren: „Mir gelingt das gut, ich nehme nichts von meiner Arbeit mit nach Hause.“

Ernstfälle in der Praxis meistern

Wichtig sei auch, in Notfällen einen kühlen Kopf zu bewahren. Gerät ein Patient in eine lebensbedrohliche Situation, übernimmt die Schwester die Erstversorgung, bis der Arzt kommt. „Das ist mir schon mehrmals passiert“, berichtet Jennifer. Vorkommnisse dieser Art seien eine „echte Herausforderung“, weil man sie nicht üben könne: „Der Ernstfall tritt selten ein, aber wenn es passiert, muss man damit umgehen können.“ Ihr selbst habe es geholfen, zunächst einmal inne zu halten, sich zu sammeln und zu überlegen, was nun zu tun sei. Dann habe sie Schritt für Schritt das Gelernte angewendet.

Anspruchsvoller Unterricht

Wie man Notfälle erkennt, erfahren die Auszubildenden auch an der Berufsschule. Der Unterricht dort erfolgt in mehrwöchigen Blöcken. „Wir lernen viel über Anatomie“, erzählt Jennifer. Dabei erfahren die angehenden Pfleger nicht nur, wo die einzelnen Organe liegen, sondern auch, wie sie funktionieren. Zwar gehe der Stoff nicht ganz so sehr in die Tiefe wie bei einem Medizinstudium: „Aber das ist alles andere als oberflächlich.“ Wichtig sei in dem Beruf deshalb ein Verständnis für Naturwissenschaften, vor allem für Biologie. Wer dies nicht beherrsche, habe in der Schule „keine Chance“.

Fachabi inklusive

Zurück

 
Suche