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Empathie zeigen, aber Distanz wahren

Gutes tun zu können, ist für Viktor eines der schönsten Dinge an seiner Ausbildung
Individuelle Betreuung ist wichtig

abiQ: Dein zukünftiger Beruf bringt es mit sich, dass du dich auch oft mit Kummer und Tod auseinandersetzen musst. Viele junge Menschen in deinem Alter scheuen solche Konfrontationen, weil sie nicht wissen, wie sie dem begegnen sollen. Wie gehst du mit traurigen Situationen in deinem Beruf um?

Viktor:
In der Schule wurden wir bereits auf das Thema Kummer und Tod vorbereitet. Mitte Februar haben wir ein Ethikseminar besucht, wo wir das Thema Tod und Sterben ausführlich durchgenommen haben. Dabei kam heraus, dass es schwer ist sich auf solch einen Fall vorzubereiten. Uns wurden Vorgehensweisen und Tipps vermittelt, gut damit umgehen zu können. Zudem kommen auch Seelsorger aus dem Krankenhaus zu uns in die Schule und erzählen, wie man sich in so einer Situation verhalten kann.

Bis jetzt hatte ich das Glück, mit Todesfällen auf der Arbeit noch nicht konfrontiert gewesen zu sein. Sollte jedoch ein solcher Fall einmal auftreten, dann werde ich spontan handeln, da man so etwas nicht planen kann oder sollte. Mir persönlich ist es wichtig Empathie zu zeigen, aber dennoch die Distanz zu wahren, da die Angehörigen unterschiedlich reagieren können. Sollte es mir oder jemand anderem doch zu nahe gehen, hat man das Team um einen herum und viele Seelsorger, die einen immer herzlich empfangen.

abiQ: Welche besonders schönen Momente sind dir bei deiner Arbeit bisher in Erinnerung geblieben?

Viktor:
Schöne Momente sind für mich, wenn sich die Patienten freuen, dass man wieder im Dienst ist, man ihnen mehr Zeit schenken und was Gutes für sie zu tun kann oder man vom Personal geschätzt und gelobt wird.

abiQ: Wie würdest du Gleichaltrigen deine Ausbildung schmackhaft machen?

Viktor:
Die KKS Essen bietet seit neustem einen dualen Studiengang an, wo man neben der Ausbildung, einen Bachelor of Arts in Nursing absolvieren kann. Außerdem kann man später in verschiedenen Bereichen arbeiten, etwa in der häuslichen Pflege im ambulanten Dienst, im Hospiz oder man bleibt im Krankenhaus, wo es auch viele interessante Bereiche gibt und man auch die Möglichkeit hat, sich fortzubilden oder zu spezialisieren. Dazu kommt noch, dass man sehr sichere Jobchancen hat.

abiQ: Welche Pläne hast du für deine Zukunft, nachdem die Ausbildung abgeschlossen ist?

Viktor:
Nach meiner Ausbildung möchte ich im Intensivbereich arbeiten. Hierzu muss ich eine Fortbildung zum Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege abschließen. Was mich unter anderem auch noch reizt, ist später mal Lehrer für Pflegeberufe zu werden und an einer Pflegeschule unterrichten zu können.

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