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Lernen im Luxushotel

Andrea (li.) und Lydia (re.) machen eine Ausbildung in Österreich.
Auszubildende im Hotel in Österreich

Lydia Schöll und Andrea Haitzmann machen eine Ausbildung im 5-Sterne-Naturhotel Forsthofgut in Leogang in Österreich. In unserem Bericht erzählen sie dir, wie ihr Alltag als Lehrlinge in einem Luxushotel aussieht.

Morgens, halb 6 in Leogang: Lydia bereitet sich auf ihren Arbeitstag vor, schnürt sich das Dirndl, das zu ihrer Arbeitskleidung gehört, und macht sich auf den Weg vom Mitarbeiterwohnheim in Richtung Hotel. Sie liest sich die Übergabe vom Nachtdienst durch und macht sich für ihren Tag hinter der Rezeption bereit. Als Auszubildende zur Hotel- und Gastgewerbeassistentin (HGA) gehört es zu ihren Aufgaben, die Gäste ein- und auszuchecken, sie zu betreuen und ein offenes Ohr für ihre Anliegen zu haben sowie Rechnungen zu erstellen.

Nach der Schule stand Lydia vor der Wahl zwischen dem Abitur und einer Ausbildung. Da sie die Arbeit hinter einer Rezeption schon immer interessant fand, hat sie sich schließlich für die Ausbildung außerhalb ihres Heimatlandes Deutschlands als HGA beim Hotel Forsthofgut beworben und prompt bekommen. Mittlerweile befindet sie sich in ihrem zweiten Lehrjahr.

Arbeiten im benachbarten Urlaubsland
Lydia ist zurzeit eine von zwei Auszubildenden, die nicht aus Österreich kommen. Trotzdem haben sie und ihr Kollege von den Philippinen im Hotel Forsthofgut durch strenge Auflagen die Möglichkeit, perfekt ausgebildet zu werden. Dabei kann jeder Lehrling, der nicht aus der Gegend kommt, ein modern eingerichtetes Zimmer im Mitarbeiterhaus beziehen.

Wie im Normalfall üblich, arbeitet auch Lydia fünf Tage die Woche jeweils acht Stunden am Tag. Um den Gästen eine optimale Betreuung gewährleisten zu können, ist der Dienst in Früh- und Spätschichten eingeteilt. Lydia sieht das locker: „Die Schichtarbeit gefällt mir, da man immer ein wenig Abwechslung hat und nicht immer zur gleichen Zeit arbeitet.“

Auf die Frage, was ihr schönstes Erlebnis während der Ausbildung war, strahlt Lydia: „Gerade für mich als Deutsche war der Besuch der Deutschen U21 Nationalmannschaft im Forsthofgut total aufregend.“ In ihrer Zukunft sieht sich Lydia auch weiterhin in 5-Sterne-Hotels im Ausland, zum Beispiel der Schweiz, Neuseeland oder Kanada. Auch eine Weiterbildung zur Stewardess kann sie sich vorstellen.

Allerdings bietet das Hotel Forsthofgut auch abseits der Besuchermassen weitere Ausbildungsmöglichkeiten, die nicht aus dem Hotelbetrieb wegzudenken sind.

Stilvoll: Die Unterkunft der Azubis vom Hotel Forsthofgut.
Unterkunft im Mitarbeiterhaus

„Ruhig bleiben und Fassung bewahren“
Dazu zählt auch die Ausbildung von Andrea, die als Köchin und Konditorin für das leibliche Wohl der Gäste sorgt. Insgesamt dürfen sich die Lehrlinge in diesem Beruf bereits zu Beginn der Ausbildung aktiv in das Küchenleben einbringen und erhalten viel Freiraum für eigene, kreative Ideen. So auch Andrea, die in ihrem dritten Lehrjahr eigene Gerichte kreieren darf und überall mitmischt.

Obwohl sie sich zu Beginn ausschließlich für eine Ausbildung als Konditorin interessierte, sprach Andrea bei ihrer derzeitigen Stelle sofort die Möglichkeit der „Doppellehre“ als Köchin und Konditorin an. Das Besondere an diesem, nur in Österreich angebotenen System ist, dass die Lehrlinge nach der Ausbildung zwei Berufe erlernt haben, was ihnen zusätzliche Perspektiven eröffnet.

Zwar hat Andrea nicht immer Lust, nach der Arbeit noch für sich selbst zu kochen, muss sie aber auch nicht. Sie wohnt noch bei ihren Eltern etwa 20 Minuten vom Forsthofgut entfernt. Wenn sie sich aber entscheiden müsste, kocht sie am liebsten alle Arten von Desserts, wie etwa Kaiserschmarrn und Apfelstrudel.

Die angehende Köchin und Konditorin hat auch für die stressige Hauptsaison einen Tipp: „Ruhig bleiben und Fassung bewahren. So lässt sich jede Situation meistern.“

Wird es trotzdem einmal zu stressig für die Auszubildenden des Hotels, dürfen sich alle Lehrlinge im hauseigenen Wellnessbereich entspannen.

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Ausbildung zum Koch und Konditor

  • insgesamt 4 Lehrjahre
  • im ersten Ausbildungsjahr „Einführung“ in die Küche, in den folgenden Jahren sind die Aufgaben gemischt bzw. dem Lehrplan angepasst
  • „Doppellehre“ eröffnet neue Perspektiven, da die Azubis somit zwei Berufe erlernen
  • Berufsschule in Blöcken, interne Schulungen

Ausbildung zum Hotel- und Gastgewerbeassistent

  • insgesamt drei Lehrjahre an der Rezeption mit Möglichkeit, in Service & Küche für ca. 1-2 Wochen zu schnuppern
  • Ausbildung ist an den Lehrplan geknüpft
  • hier hat man die Möglichkeit, schnell Verantwortung zu übernehmen
  • Berufsschule in Blöcken, interne Schulungen