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Auch wenn man sich manchmal anstrengen muss – die meisten Azubis schaffen ihre Ausbildung ohne große Probleme. Und sollte es doch einmal Schwierigkeiten geben: keine Angst! Es gibt nichts, was man nicht lösen kann.

Das einzige, was du auf keinen Fall machen solltest: alles hinschmeißen. Damit das nicht passiert, unterstützt eine Initiative Jugendliche in Hessen, wenn sie Stress in der Arbeit oder der Berufsschule oder Geldsorgen haben. Die Initiative heißt QuABB – das ist die Abkürzung für Qualifizierte berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb.

So gibt's Geld

Manuela L. sagt: „Ich habe einen super Chef.“ Auch ihre Kollegen mag sie. „Natürlich gibt es solche und solche, aber im großen und ganzen sind sie in Ordnung“, findet sie. Trotzdem hätte sie ihre Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin beinahe abgebrochen.

Der Grund: Ihr Ausbildungsgehalt reicht nicht zum Leben – und sie hat keine Familie, die sie unterstützt und bei der sie wohnen kann. Ihre Eltern sind nämlich schon gestorben. „Für die Miete habe ich mir von Verwandten und Bekannten immer wieder Geld geliehen“, erzählt sie. Nicht mehr gereicht hat es für einen vollen Kühlschrank, die Stromrechnung und Klamotten. „Meine Schuhe hatten unten schon Löcher“ erinnert sie sich.

Doch dann bekam sie von ihrer Klassenlehrerin den Tipp, einmal zu Annika Streich zu gehen. Die Ausbildungsbegleiterin von QuABB hat ihr dabei geholfen, Berufsausbildungsbeihilfen und Kindergeld zu beantragen. „Dann hatte ich genug, um gut zurecht zu kommen“, sagt Manuela L. „Wäre Frau Streich nicht in mein Leben getreten, säße ich jetzt wahrscheinlich in einer Wohnung ohne Strom und hätte einen riesigen Schuldenberg.“

So gibt's bessere Noten

Doch auch bei ganz normalen Problemen hilft die Initiative – zum Beispiel, wenn es in der Schule nicht so klappt. Die Ausbildungsbegleiterin arbeitet in der Berufsschule eng mit Beratungslehrkräften zusammen.

„Zusätzlich vermitteln wir auch kostenfreie Nachhilfe“, sagt Streich. Wenn der Chef damit einverstanden ist, können die Auszubildenden während der Arbeitszeit zwei bis drei Stunden in der Woche Kurse besuchen, damit sie im Unterricht besser mitkommen.

So gibt's keine Probleme mit Vorgesetzten

Und falls es mit dem Chef oder den Kollegen häufig Ärger gibt: Auch hier lohnt sich ein Besuch bei QuABB. „Wenn es öfter vorkommt, dass Auszubildende so angeschrien werden, dass sie in der Arbeit anfangen zu weinen, sollten sie sich das nicht gefallen lassen“, rät Streich.

Wehren sollten sich die Jugendlichen auch, wenn ihnen zu wenig beigebracht wird, sie kaum Aufgaben bekommen und im Betrieb allein gelassen werden. „Wir unterstützen die Azubis, solche Probleme anzusprechen oder reden auf Wunsch auch selbst mit den Vorgesetzten“, sagt die Expertin.

Dabei arbeitet QuABB übrigens eng mit den Ausbildungsberatern der Kammern zusammen, die für die Sicherung der Ausbildungsqualität zuständig sind. Wenn sich die Probleme nicht beseitigen lassen, hilft die Initiative den Jugendlichen sogar, einen neuen Ausbildungsbetrieb zu finden.

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